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Frankreich-Austausch
Austausch zwischen dem Johann-Rist-Gymnasium in Wedel und dem Collège Falabrègue in
St Bonnet-le-Château 2006
Der jährliche Austausch mit dem Collège Falabrègue in St Bonnet-le-Château fand erstmalig im Mai 2004 statt. Der Austausch ist aufgrund einer privaten Initiative - Austauschpartnersuche via Internet – entstanden.
Übergeordnete Ziele im Rahmen dieses Austausches sind die Förderung des europäischen Gedankens durch gemeinsame Aktivitäten, sind das grundsätzliche Verständnis und die Akzeptanz anderer Kulturen und Lebensweisen. Dies wurde durch viele gemeinsam erlebte Momente erreicht, die zu einem regen Informationsaustausch zwischen Schülern beider Nationen führte.
St Bonnet-le-Château ist eine kleine mittelalterliche Stadt, die wunderschön, 1000m hoch, auf einem Berg im Mittelgebirge am Rande der Auvergne liegt, in der Nähe von St Etienne. Die Schule ist mit 400 Schülern erheblich kleiner als das Johann-Rist-Gymnasium mit 1000 Schülern. Es gibt die vier Klassen des Collège 6e, 5e ,4e ,3e. Das Collège Falabrègue lehrt Deutsch ab der 3e, die Zahl der am Fach Deutsch interessierten Schüler ist leider nur gering, so sind es durchschnittlich jährlich 10 französische Schüler, die sich auf den Weg nach Wedel machen, um ihre ‘corres’ und deren Leben genauer kennenzulernen, wie dann auch im Gegenzug die deutschen Schüler das Leben und den Schulalltag der Franzosen kennenlernen.
Die Vorbereitung bestand in einer Selbstdarstellung der Schüler in der Fremdsprache, damit sie anhand ihrer Interessen einem Austausch-partner zugeordnet werden konnten. Sobald sie die e-mail Adresse ihres Austauschpartners hatten, mailten sie sich gegenseitig mit wachsender Begeisterung.
St-Bonnet-le-Château wurde nach 15stündiger Bahnfahrt und einer Stunde Autofahrt endlich erreicht. Die Gastfamilien erwarteten die Schüler am Bahnhof in St Etienne und begrüßten sie herzlich, um den deutschen Gast dann in sein “neues Zuhause” für eine Woche zu bringen. Die Ankunft erfolgt traditionell am Samstagabend, damit die Schüler den darauffolgenden Sonntag entspannt in ihrer neuen Familie verbringen und diese genauer kennenlernen.
Am Montag trafen wir uns in der Schule, die französischen Schüler mussten in den Unterricht, die deutschen wurden von der Schulleiterin in der Cantine mit einem Begrüßungssaft willkommen geheißen. Danach zogen wir (die Lehrkräfte) uns mit den Schülern zur Besprechung und weiteren Begrüßung in einen Klassenraum zurück, um zu erfahren, wie es ihnen in ihren Familien ergangen war. Dieses Mal (Oktober 2006) waren alle fröhlich und glücklich in ihrer Familie, was nicht selbstverständlich ist! Zum Mittagessen trafen wir uns in der Kantine und die Schüler aßen gemeinsam mit ihren Corres. Anschließend erlebten wir eine Führung durch die Schule mit den dazugehörigen Internatsräumen. Die Schüler erfuhren, warum einige Franzosen im Internat besser aufgehoben sind als in ihren Familien. Nachmittags trafen sie ihre/en Corres wieder zur gemeinsamen Heimfahrt.
Am Dienstag fuhren wir alle nach Lyon, wo wir das gallisch-römische Museum besichtigten, was für die Schüler erst interessant wurde, als draußen ein fürchterlicher Wolkenbruch niederging. Im Anschluß folgte eine kurze Führung durch die Altstadt, um danach ausgiebig shoppen zu gehen. Die Schüler waren dabei in Gruppen “franco-allemand gemischt” und hatten viel Spaß bei ihren Gesprächen.
Am Mittwoch, dem vierten Tag, hatten die deutschen Schüler die Gelegenheit, ihre französischen Gastgeber in den Unterricht zu begleiten. Ein französischer Physikkollege nutzte die Chance, um zu zeigen, dass Physik international identisch unterrichtet wird, und ließ Aufgaben von einem der deutschen Gäste vorrechnen, natürlich freiwillig. Nach dem gemeinsamen Mittagessen in der Schulkantine wurde St-Bonnet-le-Château besichtigt, dafür mussten wir steil bergan auf mittelalterlichen Pflasterwegen an engen Gassen vorbei zur Collégiale laufen. Die Kirche von St Bonnet und gleichzeitig auch höchster Platz und Aussichtspunkt bietet einen eindrucksvollen Blick über die Umgebung. Danach war gemeinsames Schlendern oder Bummeln durch St Bonnet angesagt. Fast jedes Geschäft mit Süssigkeiten oder Kleidung wurde gestürmt!
Am Donnerstag ging es per Bus nach Puy de Velay, wo wir eine auf einem ehemaligen Vulkan errichtete Kirche mit Kloster besichtigten. Während der Anfahrt hielten wir des öfteren an, um Fotos von dieser eindrucksvollen begrünten Vulkanlandschaft zu machen. Eine Führung durch das Kloster ließ sowohl die französischen als auch die deutschen Schüler nörgeln, soviel Kultur interessierte nun doch nicht ! Da waren die Geschichten von dem Familienvater Roland, welche dieser bei Tisch zum besten gab, viel interessanter.
Den letzten Tag unseres Aufenthaltes, den Freitag, verbrachten die Schüler sei es im Unterricht, sei es in St Bonnet für Einkäufe, sei es privat beim gemeinsamen Ausreiten und Film gucken.
Am Sonnabend mussten wir dann leider schon wieder abreisen und die Tränen flossen franco-allemand!!!
Auswertung/Schlussfolgerung
Neben den kulturellen Unterschieden wurden den Schülern auch geographische vermittelt: Während Wedel sehr zentral zu Hamburg liegt, waren die Schüler in Frankreich äußerst ländlich in winzigen Dörfern untergebracht.
Der Austausch hat einen sehr hohen Stellenwert, da er fest verankert zur Stärkung der dritten Fremdsprache neben Austauschfahrten nach
Dänemark, Polen, England und Schweden im Schulprogramm steht.
Austauschfahrten sind vom Selbstverständnis der Schule her eine Notwendigkeit.
Karin Jürgens
Austausch mit St-Bonnet-le-Château 2007/08
Zum 5. Mal fand in diesem Schuljahr 2007/08 der Austausch des JRG mit dem Collège Falabrègue im mittelalterlichen Bergdörfchen St-Bonnet-le-Château statt. Anfang April fuhren 12 Schüler und Schülerinnen der 9. und 10. Klassen für eine Woche in die Region "Rhône-Alpes" in die Nähe von Lyon. Der Gegenbesuch erfolgte einen Monat später. Die 24 Schüler und Schülerinnen bildeten eine lustige, freundliche Truppe, die sich bei diversen Ta-gesausflügen und gemeinsamen Aktivitäten hier wie da schnell miteinander bekannt machte und ihre Sprach-kenntnisse vertiefte.
Auch im nächsten Schuljahr wird der Austausch mit St-Bonnet stattfinden. Er richtet sich vorrangig an die F3-Schüler und -Schülerinnen der 10. Klassen. Sofern noch Plätze frei sind, nehmen wir auch gern Schüler und Schülerinnen der 9. Klasen (F2) mit, die dann nach dem Losverfahren bestimmt werden.
Italien-Austausch
Italienaustausch 2006
Die erste Begegnung mit unseren italienischen Gästen im März 2006 wurde mit Spannung erwartet, nachdem sich die 36 Austauschpartner bereits einige Monate lang in der jeweils anderen Sprache schreiben oder mailen konnten.
Der Weg von Prato bei Florenz ins tief verschneite Wedel erschien den italienischen Siebzehnjährigen wie eine Fahrt in den Winterurlaub mit gemeinsamen Elb- und Alsterspaziergängen und einer von der Baumschule Hein organisierten Schlittenpartie. Neben zwei Schulvormittagen, Wedel, Blankenese, Michel, Hafencity, Speicherstadt und dem Hamburger Rathaus stand auch ein König der Löwen-Besuch auf dem Programm.
Im Anschluss an die Woche im Norden reisten beide Schülergruppen gemeinsam in den toskanischen Frühling, wo uns vielfältige Aktivitäten und Besichtigungen in Pisa, Prato, Florenz und Lucca sowie in unserer Partnerschule Istituto Statale di Istruzione Tecnica Gramsci-Keynes erwarteten. Am eindrücklichsten waren die Herzlichkeit und Mitteilungsfreude unserer italienischen Gastgeber und der allseits geäußerte Wunsch nach weiteren Austauschbegegnungen.
Italienfahrt 2007
Da unsere Austauschkollegin in Prato aus schulorganisatorischen Gründen für dieses Jahr keinen Schüleraustausch, wohl aber einen Begegnungstag in der Toskana anberaumen konnte, unternahmen die 14 Teilnehmer der Fortgeschrittenen-AG im März 2007 eine Studien- und Begegnungsreise nach Rom und Pisa.

Die Besichtigungsziele in der Ewigen Stadt wurden gemeinsam festgelegt und von je 1-3 Experten vorbereitet. Die Präsentation des Erarbeiteten erfolgte bei einem Rom-Abend im November 2006 und "vor Ort" 2007. Unsere Streifzüge führten von der Piazza Navona zum Nationaldenkmal für Vittorio Emanuele II, zum Forum Romanum, Konstantinsbogen und Kolosseum, zum Pantheon, Trevi-Brunnen und der Spanischen Treppe und an der Engelsburg vorbei zum Vatikan: Papstaudienz, Petersdom und Sixtinische Kapelle. Ins Pantheon fielen während unserer Besichtigung haselnussgroße Hagelkörner durch die Öffnung in der Kuppel, aber es gab auch Anlass und Gelegenheit zum Erwerb von Sonnenbrillen und Eis.
Aus dem Begegnungstag wurde wegen einer Absage von italienischer Seite leider nichts, aber da sich der Rückflug ab Pisa nicht umbuchen ließ, konnten wir auch dem Schiefen Turm und den angenehm ruhigen Straßen darum herum einen Besuch abstatten.

Silke Dehn-Andresen
Italienaustausch 2008
Unsere 23 italienischen Gäste aus Prato konnten im September/ Oktober 2008 Watt und Wind, Barkassen und Backsteinbauten, Rist, Rollmops und Roland sowie Michel und Menschen mit Mütze erleben.
Nach dem fröhlichen Miteinander der beiden altersgemischten Schülergruppen in Wedel standen anschließend in Prato ebenfalls ein Besuch der Schule, der Heimatstadt und Ausflüge in die Umgebung auf dem Programm: Lucca und Florenz. Und wir konnten hoffentlich während einer Veranstaltung zum Thema "Deutsch lernen an italienischen Schulen" ein wenig zur Werbung beitragen. Der Abschied fiel schwer, aber die Kontakte bleiben - und den Wedeler Italienisch-Lernenden kommen die Worte jetzt viel leichter über die Lippen.
Italienaustausch 2010
Alltag, Anregung und Andersartiges im Ausland erleben – die Gelegenheit bot sich 18 Italienisch-Lernenden Anfang März in der Toskana und ihren Partnern Ende April bei uns.
Beim Unterrichtsbesuch im Convitto Cicognini bestaunten wir das ehrwürdige Schulgebäude mit eigenem Theater und Fresken im Speisesaal. Ein Ausflug nach Lucca beinhaltete eine Besichtigung der im Italienischbuch vorgestellten Sehenswürdigkeiten, Gebäude und Geschäfte sowie eine Fahrradtour um die Altstadt herum. In Florenz konnten wir neben den berühmten Bauwerken auch die Botticelli-Bilder in den Uffizien sehen.
Der Besuch in Wedel musste wegen der Aschewolke kurzfristig um eine Woche verschoben und das neue Programm um den Klausurenplan herum organisiert werden. Am Hamburg-Tag stießen einige Gastgeber erst nach geschriebener Arbeit zur Gruppe dazu. Die bereits ausgebuchte Sturmflutenwelt in Büsum öffnete extra für uns eine Stunde früher und vermittelte umso authentischer den Eindruck, man müsse sich vor der drohenden Flutkatastrophe in Sicherheit bringen.
Über unterschiedliche Schulfahrten-Regelungen wie unsere Helmpflicht bei Fahrradtouren oder die italienische Zurückhaltung, wenn Oberstufenschüler ihr Freizeitprogramm selbst organisieren, konnten wir uns gut verständigen.
Silke Dehn-Andresen
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von:
Susanne Horzela |
Stand: 01.07.10 |
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