Modellschule für das „Lernen mit digitalen Medien“

Das Johann-Rist-Gymnasium in Wedel gehört zu den Vorreitern in Sachen Bring-Your-Own-Device in Schleswig-Holstein und ist eine der Siegerschule im Wettbewerb „Lernen mit digitalen Medien“. Ziel der Schule ist, dass jede Schülerin / jeder Schüler in der Schule und zu Hause das gleiche Gerät benutzt und einen persönlichen Zugang zum WLAN-Netz der Schule hat.

In Hinsicht auf die pädagogische Arbeit bedeutet das, mobile Endgeräte in den täglichen Fachunterricht zu integrieren. Dazu gehört auch, dass die vorhandenen Möglichkeiten sukzessive von der Oberstufe auf die gesamte Schule ausgeweitet werden. Als wichtiges Ziel wurde definiert, dass alle Lehrenden und Lernenden recherchieren, editieren, präsentieren und kommunizieren können. Dazu dienen mit Beamer, Dokumentenkamera und Audioboxen ausgestattete Unterrichtsräume. Die angestrebte neue Lern- und Lehrkultur soll vernetzt, offen und integrativ sein, um so die Zusammenarbeit, die Kommunikation und die Kreativität der Schülerinnen und Schüler zu fördern.

Die digitalen Techniken eröffnen auch den Lehrkräften und den Schulen neue Möglichkeiten des Austausches. Ein Beispiel dafür ist die Kommunikationsplattform SchulCommSy, die seit 2016 allen Lehrerinnen und Lehrern zur Verfügung steht und 2017 schrittweise für Schülerinnen und Schüler geöffnet wird. In virtuellen Klassenzimmern können die Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler zum Beispiel Unterrichtsmaterialien austauschen oder fächerübergreifenden Unterricht planen.

Der Wettbewerb „Lernen in einer digitalen Gesellschaft“

Bildungsministerin Britta Ernst hat das Thema „Lernen in einer digitalen Gesellschaft" zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit gemacht. „Zu einer modernen Bildung gehört heute das digitale Lernen. Wir müssen Kinder und Jugendliche für das Leben in einer digitalen Welt vorbereiten und ausbilden." Es ist das Ziel von Bildungsministerin Britta Ernst, dass alle an der Wissensgesellschaft teilhaben und digital selbstständig arbeiten können. Voraussetzung dafür ist es, den Umgang mit digitalen Medien frühzeitig zu lernen und sie selbstverständlich anzuwenden.

Deshalb hat das Bildungsministerium über den Wettbewerb „Lernen mit digitalen Medien" digitale Modellschulen gesucht. Schulen in Schleswig-Holstein konnten sich im März 2015 für den Wettbewerb „Lernen in einer digitalen Gesellschaft“ bewerben. 115 Schulen reichten ihre Bewerbungsunterlagen ein. Erfolgsversprechende und vorbildliche Schulvorhaben, die das Lernen mit digitalen Medien für die Schüler ermöglichen, sollen gefördert werden.

Insgesamt stellte das Ministerium für Schule und Berufsbildung 200 000 Euro zur Verfügung, mit denen die Siegerschulen nachhaltige digitale Konzepte umsetzen oder weiterentwickeln konnten. Eine einzelne Schule konnte davon höchstens 30 000 Euro erhalten.

Die Projekte an den Schulen liefen ab 15.11.2015 für ein Jahr. „Unsere Idee ist, dass die Gewinnerschulen die Erfahrungen und Ergebnisse anderen Schulen weitergeben, dass sie also zu Modellschulen des digitalen Lernens werden“, sagte Ernst. Das JRG war eines von landesweit drei Gymnasien, die im Rahmen des Wettbewerbes ausgezeichnet wurden und erhielt für das Projekt 20000€.